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Zinédine Zidane

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Zinédine Zidane
Spielerinformationen
Voller Name Zinédine Yazid Zidane
Geburtstag 23. Juni 1972
Geburtsort Marseille, Frankreich
Größe 185 cm
Position Offensives Mittelfeld
Vereine in der Jugend
1982–1983
1983–1987
1987–1988
US Saint-Henri
SO Septèmes-les-Vallons
AS Cannes
Vereine als Aktiver1
Jahre Verein Spiele (Tore)
1988–1992
1992–1996
1996–2001
2001–2006
AS Cannes
Girondins Bordeaux
Juventus Turin
Real Madrid
61 0(6)
139 (28)
151 (24)
155 (34)
Nationalmannschaft
1994–2006 Frankreich 108 (31)

1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Zinédine Yazid Zidane ist ein ehemaliger französischer Fußballspieler. Er wurde von der FIFA dreimal als Weltfußballer des Jahres ausgezeichnet und gilt als einer der besten Fußballer aller Zeiten.

Zidane, in Frankreich oft Zizou genannt, wurde als Sohn algerischer Einwanderer (Berber aus der Kabylei) in Marseille geboren. Dort wuchs er mit seinen drei Brüdern Nordine, Farid, Djamel und seiner Schwester Lila im Problemviertel La Castellane auf. Sein erster Club hieß US Saint-Henri, ein Nachbarschaftsverein, sein zweiter wurde von 1983 bis 1987 Sports Olympiques Septèmes-les-Vallons am äußersten nördlichen Stadtrand von Marseille. Zidanes größter Traum damals war es, für Olympique Marseille zu spielen, doch es kam anders: mit 14 Jahren wurde er von Jean Varraud entdeckt und in das Fußballinternat der AS Cannes aufgenommen.

Auf Wunsch der Eltern wurde er zunächst bei einer Gastfamilie untergebracht, den Ellineaus. Mit 15 Jahren wohnte er dann in einem Zimmer des regionalen Internats für Berufsschüler, wo er seine spätere Frau Veronique kennen lernte.


Karriere

Vereine

1989–1992

Mit 16 Jahren, am 20. Mai 1989, wurde Zidane zum ersten Mal in einer Erstligabegegnung der Mannschaft der AS Cannes eingesetzt: Trainer Jean Fernandez wechselte ihn in der 78. Minute des Auswärtsspiels beim FC Nantes ein. Im Spiel gegen Nantes am 12. Februar 1991 erzielte er sein erstes Erstliga-Tor. Auch seine ersten Schritte im Europapokal absolvierte Zizou für Cannes: am 11. September 1991 im UEFA-Pokal beim portugiesischen Vertreter SC Salgueiros.

1992–2001

Nach dem Abstieg mit Cannes wechselte Zidane 1992 zu Girondins Bordeaux, wo er von seinem Trainer Rolland Courbis den Spitznamen „Zizou“ bekam. Dort spielte er zusammen mit den späteren Nationalmannschaftskollegen Bixente Lizarazu und Christophe Dugarry sowie dem niederländischen Nationalspieler Richard Witschge. Den Höhepunkt von Zidanes Zeit in Bordeaux bildete 1996 das Erreichen der UEFA-Pokal-Finalspiele, nachdem Bordeaux sich erst über den UI-Cup für diesen Wettbewerb qualifiziert hatte. Auf dem Weg zum Finale hatte Bordeaux auch u.a. die favorisierte Mannschaft des AC Mailand besiegt. Die Finalspiele gingen gegen den FC Bayern München verloren.

In der folgenden Sommerpause wechselte Zidane zum italienischen Spitzenverein Juventus Turin, wo er zum Weltklasse-Fußballer reifte, wie bereits Michel Platini. Mit Turin gewann Zidane das Weltpokalfinale 1996 in Tokyo gegen CA River Plate, zweimal die italienische Meisterschaft und stand zweimal im Champions League-Finale, das er aber beide Male verlor. Während dieser Zeit fiel Zidane wiederholt wegen unsportlicher Tätlichkeiten auf. Im UEFA-Champions-League-Spiel gegen den Hamburger SV am 24. Oktober 2000 beispielsweise wurde er wegen eines Kopfstoßes gegen seinen Gegenspieler Jochen Kientz des Feldes verwiesen - eine Aktion, die erst rückblickend an Interesse gewinnt.

2001–2006

Mit dem Wechsel zu Real Madrid für 73.500.000 € wurde Zidane 2001 der bis heute teuerste Fußballer. Bei Real gewann der Franzose auch endlich die Champions League: Durch ein spektakuläres Tor von ihm im Finale in Glasgow gegen Bayer Leverkusen nahmen die Spanier den Pokal am Ende durch ein 2:1 mit nach Hause. 2003 gewann Zidane mit Real Madrid die spanische Meisterschaft. Im gleichen Jahr wurde er zum dritten Mal zum Weltfußballer des Jahres gewählt.

Obwohl sein Vertrag ursprünglich bis 2007 lief, bestritt Zidane am 7. Mai 2006 gegen den FC Sevilla sein letztes Spiel für Real. Anschließend beendete er seine Karriere im Vereinsfußball.

Nationalmannschaft

Zidane gab am 17. August 1994 gegen Tschechien sein Länderspieldebüt in der Équipe Tricolore und erzielte dabei gleich zwei Tore. Bei der EM 1996 gehörte er bereits zur Stammelf und war in allen fünf Partien Frankreichs im Einsatz.

Beim Titelgewinn der französischen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land war Zidane 1998 trotz einer Rotsperre, die ihm die Teilnahme am dritten Gruppenspiel und am Achtelfinale verwehrte, der Kopf der französischen Mannschaft. Im Endspiel gegen Brasilien sorgte Zidane mit zwei Kopfballtoren für die 2:0-Halbzeitführung.

Nationalmannschafts-Trikot Zidanes mit der Nummer 10 Nationalmannschafts-Trikot Zidanes mit der Nummer 10

Nach einer durchwachsenen Qualifikation führte der Spielmacher die Équipe Tricolore zwei Jahre später auch zum europäischen Titel. Im Viertelfinale (2:1 gegen Spanien) und im Halbfinale (2:1 i.V. gegen Portugal) traf Zidane jeweils einmal. Gegen Portugal gelang ihm durch einen Handelfmeter das Golden Goal. Anschließend gewann Zidane wie bereits 1998 die Wahl zum Weltfußballer des Jahres.

In den folgenden Turnieren konnte Zidane dieses hohe Niveau nicht halten. Kurz vor der WM 2002 in Japan und Südkorea zog sich Zidane einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel zu und saß die beiden ersten Vorrundenspiele auf der Bank; Frankreich schied als Weltmeister in der Vorrunde aus.

Bei der EM 2004 schied er mit der französischen Nationalmannschaft im Viertelfinale gegen den späteren Europameister Griechenland aus.

Am 12. August 2004 erklärte Zidane seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft. Er wolle künftig nur noch für seinen Arbeitgeber Real Madrid antreten. Ein Jahr später ließ der Spielmacher sich umstimmen. In der Endphase der WM-Qualifikation spielte er wieder für Frankreich. Er erklärte seinen Meinungswandel zunächst damit, dass ihn eine mysteriöse Stimme im Schlaf überredet habe, in die Nationalmannschaft zurückzukehren. Seinen späteren Äußerungen zufolge ist er falsch zitiert worden: Er habe sich nachts mit seinem Bruder unterhalten.

Bereits vor der WM 2006 stand fest, dass Zidane nach dem Turnier seine Karriere beenden würde. Wie die französische Mannschaft startete auch Zidane schwach in das Turnier. Nach zwei Unentschieden drohte im dritten Gruppenspiel, in dem der Spielmacher wegen einer Gelbsperre fehlte, das Vorrundenaus und damit ein sehr unspektakulärer Abgang des einstigen Weltklassespielers. Nachdem die Franzosen doch noch die Gruppe überstanden, gelang Zidane im Achtelfinale der Treffer zum 3:1-Endstand gegen Spanien. Im Viertelfinale fand der Spielmacher zur alten Klasse zurück und führte sein Team zum 1:0-Sieg gegen Brasilien, bei dem er das entscheidende Tor vorbereitete. Im Halbfinale gegen Portugal (1:0) traf Zidane selbst. Im Endspiel gegen Italien traf Zidane per Elfmeter zum frühen 1:0. In der 109. Minute seines letzten Spiels wurde Zidane nach einem Kopfstoß gegen Marco Materazzi mit der Roten Karte des Feldes verwiesen. Dies war die 15. Rote Karte seiner Karriere. Auslöser für diesen Vorfall waren Beschimpfungen von Materazzi gegen Zidane, die Materazzi anfangs bestritt, aber einige Tage später zugab. Der Gazzetta dello Sport gegenüber sagte Materazzi, er habe Zidane nur kurz am Trikot festgehalten. Darauf habe ihn der Franzose herablassend gemustert und gesagt, wenn er wolle, könne er das Trikot nach dem Spiel haben. Materazzi habe daraufhin erwidert: Zidanes Schwester sei ihm lieber. Im italienischen Fernsehen gab Materazzi am 18. August 2007 den originalen Wortlaut seiner Beschimpfung bekannt: "Preferisco la puttana di tua sorella" (zu deutsch etwa: "Ich bevorzuge deine Schwester, die Nutte.").

Unabhängig von diesen Geschehnissen wurde Zinédine Zidane zum wertvollsten Spieler des Turniers gewählt. Die Wahl hatte jedoch bereits vor dem Finale stattgefunden.

Aufgrund des Kopfstoßes wurde Zidane von der FIFA für drei Spiele gesperrt, zudem wurde ihm eine Geldstrafe in Höhe von 7500 Schweizer Franken auferlegt. Die Sperre ist für den Franzosen jedoch unbedeutend, da er nach der Weltmeisterschaft 2006 ohnehin seine Profi-Karriere beendete. Stattdessen stellte er sich drei Tage lang für soziale Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zur Verfügung. Auch Marco Materazzi, der mit seinen beleidigenden Worten Zidanes Tätlichkeit provoziert hatte, wurde bestraft.

In insgesamt 108 Länderspielen erzielte Zinédine Zidane 31 Tore für die Equipe Tricolore. Nach Abschluss seiner Karriere erreichte er bei der Wahl zum Weltfußballer des Jahres 2006 noch einmal den zweiten Platz.


Soziales Engagement

Zidane ist ein "UN-Botschafter des guten Willens" (Goodwillbotschafter für den Kampf gegen die Armut) und Schirmherr der Organisation ELA (Association Européenne contre les Leucodystrophies - Europäischer Verein gegen Leukodystrophie).


Erfolge/Titel

Als Nationalspieler

  • Weltmeister: 1998
  • Europameister 2000

Mit seinen Vereinen

  • Champions League: 2002
  • Europäischer Supercup: 1996, 2002
  • Weltpokal: 1996, 2002
  • Italienische Meisterschaft: 1997, 1998
  • Italienischer Fußball-Supercupsieger: 1997
  • Spanische Meisterschaft: 2003
  • Spanischer Supercup: 2001, 2003

Auszeichnungen

  • Weltfußballer des Jahres: 1998, 2000, 2003
  • Europas Fußballer des Jahres: 1998
  • Frankreichs Fußballer des Jahres: 1998, 2002
  • Weltsportler des Jahres: 1999
  • Onze d’or: 1998, 2000, 2001
  • UEFA Club Football Awards Spieler des Jahres: 2002
  • UEFA Club Football Awards Mittelfeldspieler des Jahres: 1998
  • Wertvollster Spieler der WM („Goldener Ball“): 2006

Familie

Zinédine Zidane ist mit einer früheren Tänzerin verheiratet und hat mit ihr vier Söhne.


Literatur und Filme

  • Zinédine Zidane, Dan Franck: Der mit dem Ball tanzt (aus dem Französischen von Monika Rauch), Bombus Media 2005
  • Philippe Parreno, Douglas Gordon: Zidane, un portrait du XXIème siècle (2006)
  • René Letzgus Sénario: Une équipe de rêve (Premiere auf den Filmfestspielen in Cannes 2006)
  • Jean-Philippe Toussaint: La Mélancolie de Zidane, Minuit 2006
  • Gastauftritt als Zinédine Zidanis im Film Asterix bei den Olympischen Spielen

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